Kollektiv-Lernen

Lernortübergreifende Erfahrungsräume für gemeinwohlorientiertes Leben und Wirtschaften

☑️ Projektantrag eingereicht
Dieses Projekt befindet sich aktuell im Antragsverfahren bei der Förderrichtlinie OE_Erfahrungsräume im Rahmen der OER-Strategie der Bundesregierung. Eine Entscheidung über die Bewilligung wird im Frühjahr 2026 erwartet. Wenn du über den Projektstart informiert werden möchtest, trag dich gerne unten in den Verteiler ein.

Worum geht es?

Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Wie können wir wirtschaften, ohne Mensch und Umwelt auszubeuten? Wie gestalten wir eine Gesellschaft, die Solidarität statt Konkurrenz in den Mittelpunkt stellt?

Diese Fragen stellen sich heute viele, insbesondere junge Menschen. Die Antworten darauf werden längst praktisch erprobt: in Kollektivstrukturen.

Was sind Kollektivstrukturen?

Kollektivstrukturen sind Organisationsformen, die von den Bedürfnissen ihrer Mitglieder ausgehen, demokratisch organisiert sind und gemeinwohlorientiert statt profitmaximierend wirtschaften. Sie bieten Perspektiven für selbstbestimmte, solidarische und gleichberechtigte Formen des Zusammenlebens und Arbeitens.

Food Coops: Gemeinsamer Einkauf regionaler Lebensmittel zum Selbstkostenpreis
Hausprojekte: Gemeinschaftlicher Erwerb und Selbstverwaltung von Wohnraum
Solidarische Landwirtschaft: Gemeinsames Anbauen und Teilen der Ernte
Gemeinwohlorientierte Tech-Initiativen: Digitale Infrastrukturen im Sinne digitaler Mündigkeit und Souveränität
Kollektivbetriebe: Demokratisch organisierte Unternehmen, in denen die Trennung zwischen Eigentümer*innen und Arbeitnehmenden aufgehoben ist
Repair Cafés und Offene Werkstätten: Gemeinsam genutzte Räume zum Reparieren, Lernen und Austausch als Alternative zur Wegwerfkultur

In solchen Projekten zeigen Menschen täglich, dass bedürfnisorientiertes, demokratisch organisiertes, gemeinwohlorientiertes Leben und Wirtschaften funktioniert. Die Verbreitung und der Bekanntheitsgrad dieser Alternativen sind aber meist gering. Insbesondere im formalen Bildungssystem spielen sie kaum eine Rolle.

Was ist unsere Idee?

Wir bringen Kollektivstrukturen als non-formale und bisher kaum systematisch erschlossene Lernorte mit formalen Lernorten - insbesondere Schulen und Horten - zusammen. Durch Open Educational Practices und unter Nutzung von Open Educational Resources schaffen wir neue und lernortübergreifende Erfahrungsräume für gemeinwohlorientiertes Leben und demokratisches Wirtschaften. Wir ermutigen in diesem Prozess insbesondere Schüler*innen zur Gestaltung solidarischer Zukünfte!

Was haben wir konkret vor?

Wir möchten in diesem Projekt individuelle und übergreifende Erfahrungsräume schaffen, in denen vielfältige Lernprozesse durch das innovative Zusammenbringen von Lernorten aus dem formalem Bildungssystem mit den non-formalen Lernorten der Kollektivstrukturen entfaltet werden. Insbesondere haben wir diese Formate vor:

Zukunftswerkstatt

Eine Präsenzveranstaltung, bei der Aktive aus Kollektivstrukturen gemeinsam mit Lernenden und Lehrenden aus Schulen und Horten Ideen für wünschenswerte Zukünfte entwickeln. Bereits bestehende Ansätze werden kennengelernt, reflektiert und weiterentwickelt.

Online-Reihe

Mehrteilige Online-Formate mit Impulsen zu Kollektivstrukturen. Die Aufzeichnungen stehen als Open Educational Resources (OER) zur Verfügung und können asynchron zum Lernen genutzt werden.

Kollektiv-auf-Probe-Datenbank

Eine Art erweiterte Praktikabörse, die individuelles Lernen und Erkunden für Schüler*innen in Kollektivstrukturen ermöglicht – besonders in Kollektivbetrieben.

Abschluss-Barcamp

Eine offene Präsenzveranstaltung, bei der Erfahrungen aus dem Projekt zusammengetragen und als OER gesichert werden.

Wer sind Zielgruppen und Projektträger?

Lernende und Lehrende in Schulen und Horten erhalten Zugang zu Erfahrungsräumen und alternativen Denkweisen. Die entstehenden Materialien können direkt im formalen Bildungssystem weitergenutzt werden – z.B. im Bereich Wirtschaft, Sozialkunde oder bei der Berufsorientierung.

Aktive und Beschäftigte in Kollektivstrukturen, die mögliche alternative Zukünfte schon heute praktisch leben, können ihr Wissen systematisch aufbereiten und offen teilen. Sie gewinnen gesellschaftliche Sichtbarkeit und zukünftige Bündnispartner*innen.

Projektträger

Das eBildungslabor bringt pädagogische Expertise, bundesweite Vernetzung in Schulen und der OER-Community sowie Erfahrung in der Gestaltung offener Bildungspraktiken ein.

Der Verein Senselab e.V. verfügt über umfangreiche Praxiserfahrung in Kollektivstrukturen – insbesondere in Kollektivbetrieben, Wohnprojekten und gemeinwohlorientierten Tech-Initiativen – und ist bundesweit in der Kollektivszene vernetzt.

Bleib informiert!

Wenn du erfahren möchtest, ob und wann das Projekt startet, trag dich hier in unseren Verteiler ein. Wir melden uns, sobald es Neuigkeiten gibt.

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